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Was Ihnen dabei hilft, Ihr Exposé zu schreiben

Ein Exposé zu schreiben ist nichts Alltägliches. Viele sitzen da vor einem leeren Blatt oder Dokument und überlegen: Wie fange ich das am besten an?

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Ihre Abschlussarbeit beginnt mit einer Idee

Hier erfahren Sie, wie Ihnen eine Information aus einer Lehrveranstaltung und ein Einfall dabei helfen können, das Thema für Ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu finden.

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Wie Sie es schaffen, mit Ihrer Abschlussarbeit anzufangen

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den Mut dazu finden, mit Ihrer Abschlussarbeit anzufangen.

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Freitag, 03. November 2017, 18:20
Wie Sie Ihre Abschlussarbeit bzw. Ihr Exposé auf eine wissenschaftliche Art verfassen

Hier erfahren Sie, was nötig ist, damit Ihre Abschlussarbeit eine wissenschaftliche wird.

„Und dann fehlt da noch der wissenschaftliche Teil in meinem Exposé“, teilte mir unlängst eine Studentin mit. Was sie damit meine? „Na, den Teil zum Forschungsstand“, erwiderte sie. 

Wissenschaftlichkeit ist für diejenigen, deren Abschlussarbeit ihre erste wissenschaftliche Arbeit ist, etwas Nebulöses. Sie wissen nicht so recht, was das sein soll und haben oft gehörigen Respekt davor.

Für die erwähnte Studentin ist Wissenschaft offenbar etwas, was anerkannte Expert/-innen auf ihrem Gebiet geleistet haben. Es geht um Gedanken, die diese entwickelt und um Erkenntnisse bzw. Ergebnisse, zu denen sie gelangt sind.

Dass sie für ihre Abschlussarbeit selbst Wissenschaft betreiben soll, das hat sie noch nicht so recht realisiert. Die Forschungsfrage, die sie in ihrer Arbeit beantworten soll, ist womöglich auch noch außerhalb ihres Blickfeldes.

Es gibt kaum ein Thema, das noch nicht untersucht wurde. Wenn Sie wissenschaftlich arbeiten, beziehen Sie sich auf das, was zu Ihrem Thema schon erforscht wurde. Darauf  bauen Sie Ihre Arbeit auf. Darüber hinaus finden Sie eine spezielle Frage dazu, die so noch keiner gestellt hat, um sie in Ihrer Arbeit zu beantworten.

Aus dem soeben Gesagten folgt, dass Sie zwischen fremden und eigenen Gedanken differenzieren und fremde entsprechend kennzeichnen. Hier kommt das Zitieren ins Spiel. Dabei kann es sich um wörtliche oder sinngemäße Zitate handeln. Sie dürfen fremde Gedanken in Ihrer Arbeit verwenden, wenn Sie angeben, von wem und woher sie stammen. Eine Leserin/ein Leser soll sie im Original finden können, wenn sie oder er das möchte.

Wenn Sie so verfahren, dann betreiben Sie selbst Wissenschaft. Das ist ja eine zentrale Anforderung an Ihre Arbeit.

Sie haben also ein Thema gewählt und recherchiert, was an Literatur es dazu schon gibt. Aufbauend auf schon vorliegenden Erkenntnissen und Ergebnissen (Forschungsstand) haben Sie Ihre eigene Forschungsfrage entwickelt. Sie haben sich einen Plan und eine vorläufige Gliederung für Ihre Arbeit überlegt.

Auf der Basis von bereits Vorhandenem werden Sie also in Ihrer Arbeit etwas Neues entwickeln. Dabei werden Sie klar machen, von wem die jeweiligen Erkenntnisse stammen.

Wenn Sie diese Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens beherzigen, dann wird Ihre Arbeit auch eine wissenschaftliche.

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Bildnachweis: © Sandra Hanslicek- stock.adobe.com/ www.de.fotolia.com/ 

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Freitag, 18. August 2017, 20:55
Wie Sie an Ihrer Uni-Arbeit dranbleiben, auch wenn Sie am liebsten alles hinschmeißen möchten

Warum tue ich mir das an? Wozu mach ich das alles? Am liebsten würde ich das Ganze hinschmeißen! Solche Aussagen höre ich immer wieder von Studierenden, wenn sie mitten in ihrer Uni-Arbeit stecken.

Dabei hat es am Anfang so gut ausgesehen: Sie haben sich voll Elan hineingestürzt. Sie haben schwungvoll das angepackt, was notwendig ist, um Ihr Studium abzuschließen.

Später ist die anfängliche Zuversicht oder Euphorie oft deutlich gedämpft, wenn nicht sogar verflogen. Die Mühe tritt in den Vordergrund. Sie kommen nicht so schnell voran wie gehofft. Zudem haben sie zwischendurch immer wieder unterschiedliche Hürden zu überwinden.

Da kann es schon passieren, dass man sich die erwähnten Fragen stellt oder Lust bekommt, das Ganze aufzugeben. Kennen Sie das auch?

Dann sind Sie nicht die oder der Einzige. Auch andere kennen solche Momente; auch ihnen ist ein solches Erleben nicht fremd. Auch sie verspüren in manchen Augenblicken den Impuls, einfach aufzugeben. Wenn sie das tun, dann war jedoch ihre bisherige Mühe vergeblich.

Überlegen Sie sich also gut, ob Sie diesem Impuls folgen wollen. Bevor Sie sich dafür entscheiden, beantworten Sie die in Ihnen aufgetauchten Fragen: Warum tun Sie sich das an? Wozu soll/ kann das gut sein?

Wenn Sie das aber nur in Ihrem Kopf tun, dann bleiben Ihre Antworten unvollständig, unverbindlich. Denn was nicht ausgesprochen wird, das bleibt blass und schwach. Wie Gestalten im Nebel.

Besser ist es, wenn Sie Ihre Antworten auch laut äußern, z.B. einer Freundin gegenüber. Dann werden sie real und entfalten eine viel stärkere Wirkung auf Sie.

Bestimmt erinnern Sie sich beim Sprechen mit der anderen Person an gewichtige Gründe für Ihr Vorhaben: Vielleicht wollen Sie einer anderen Person damit eine Freude machen. Oder Sie wollen sich später selbst darüber freuen, dass Sie Ihr Studium abgeschlossen und diese Herausforderung gemeistert haben. Was auch immer es ist - sprechen Sie mit der anderen Person darüber. Dann wissen Sie wieder, warum und wozu Sie das tun und sich diese Mühe machen.

Gesprochenes ist allerdings flüchtig. Wenn Sie es vor dem Vergessen-werden bewahren wollen, dann sollten Sie es auch aufschreiben. [9]

Fangen Sie in Ihrem Arbeitsjournal eine neue Seite an. Lassen Sie an den Rändern ein wenig Platz. Notieren Sie sich zuerst die Fragen und dann die Antworten dazu. Am Schluss können Sie alles noch einrahmen oder auf eine andere Art schmücken. Das dient dazu, dass Sie sich die Seite gern wieder ansehen.

Wenn Sie später wieder einmal in einer solchen Stimmung sind, wenn wieder diese Fragen in Ihnen auftauchen, dann schlagen Sie Ihr Arbeitsjournal auf. Betrachten Sie die Seite und lesen Sie Ihre Antworten. Dann erinnern Sie sich wieder an Ihre Beweggründe.

Das hilft Ihnen, weiter auf Ihr Ziel zuzusteuern und durchzuhalten, bis Sie Ihre Arbeit abgeschlossen haben.


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[9] Vgl. Ehlich 1989, 86–90; s.a. Raffelsiefer 2003, 51.

Bildnachweis: © Africa Studio/ www.de.fotolia.com/ 


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Freitag, 4. August 2017, 18:15
Wie Ihnen Ihr Arbeitsjournal beim Schreiben Ihrer Abschlussarbeit hilft

Während Sie an Ihrer Abschlussarbeit sitzen, geht Ihnen vieles durch den Kopf. Was aber tun Sie, wenn Ihnen in einer anderen Situation – beim Frühstückmachen, Staubsaugen, beim Kochen oder Putzen, beim Autowaschen plötzlich etwas dazu einfällt?

Einfälle kommen oft dann, wenn man sie nicht erwartet. Wenn man mit etwas ganz anderem beschäftigt ist. Plötzlich ist da eine Idee, die vielversprechend klingt. Danach haben Sie schon eine Weile gesucht.

Gerade dann haben Sie aber womöglich Ihren Computer nicht dabei. Oder Sie haben ihn gar nicht eingeschaltet, weil etwas ganz anderes Ihre Aufmerksamkeit beansprucht.

Was tun? Hoffen, dass Ihnen dieser Einfall im Gedächtnis bleibt, bis Sie Zeit finden, ihn in Ihrem elektronischen Dokument einzufügen? Es könnte jedoch sein, dass er sich dann verflüchtigt hat und dass Sie sich nicht mehr an ihn erinnern.

Deshalb empfiehlt Manfred Rommel, „Gedanken jeweils aufzuschreiben, wenn man sie hat, und nicht erst dann […], wenn man sie braucht“.[8] Ein guter Tipp!

Also gleich aufschreiben  – aber wo? In Ihrem Arbeitsjournal. Das kann ein einfaches Schulheft, ein Ringbuch oder ein Notizbuch mit schickem Einband sein. Sie sollten es immer griffbereit haben.

Da hinein schreiben Sie alles, was mit Ihrer Abschlussarbeit zu tun hat: was Sie recherchiert, im Überblick gelesen und als interessant bzw. brauchbar für Ihre Arbeit befunden haben. Dazu eigene Einfälle, die sich auf den Inhalt, die Gliederung oder andere Aspekte Ihrer Arbeit beziehen.

Wenn Sie das so machen, dann wird mit der Zeit daraus eine Stoffsammlung, aus der Sie sich während des Schreibens Ihrer Arbeit nach Herzenslust bedienen können.

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[8] Manfred Rommel im Vorwort zu Heinrich von Kleist (1988): Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden. Informedia-Verl. GmbH, Köln, S. 10.

Bildnachweis: © tortoon/ www.de.fotolia.com/ 


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Samstag, 8. Juli 2017, 18:32
Wie Sie Ihre Gedanken beim Schreiben weiterentwickeln

„Seit dem letzten Mal ist mit meiner Arbeit noch nichts weitergegangen“, sagt mir eine Studentin. „Ich kann noch nichts schreiben, weil ich noch nicht weiß, worauf ich hinaus will. Ich hab das noch nicht zu Ende gedacht. Dafür weiß ich, worauf nicht!“

Und schon beginnt sie, mir das wortreich auseinanderzusetzen. Nach wenigen Sätzen unterbreche ich sie: „Sie erklären mir also gerade, wie und worüber Sie nicht schreiben wollen?“

Sie bejaht.

Wie sage ich ihr das jetzt am besten? „Ich fürchte, das bringt nichts.“ Sie schaut mich erstaunt an. Offenbar braucht sie eine Erklärung: „Es gibt da einen Teil in einem Menschen, der versteht kein ‚nicht‘. Das ist dann grad so, als würden Sie das beschreiben, worauf Sie hinauswollen.“

Ihr Gesicht ist ein einziges Fragezeichen: „Was soll ich tun?“ – „Worum geht’s Ihnen denn in Ihrer Arbeit?“ frage ich zurück. Sie fängt an, mir das in ihren Worten zu erklären.

Wieder unterbreche ich sie: „Schreiben Sie das auf. Beginnen Sie mit dem, was Sie sich schon überlegt haben. Auch wenn Sie das noch nicht zu Ende gedacht haben. So legen Sie das, was Ihnen schon eingefallen ist, sichtbar ab. Dann können Sie daran anschließen. Bald werden Sie merken, dass den ersten Gedanken weitere folgen, an die Sie bisher noch nicht gedacht haben.“

„Warum kommen mir denn dann neue?“ will sie wissen. Diese Frage hat schon Otto Kruse in einem seiner Werke beantwortet [7], deshalb sage ich nur kurz: „Weil wir unsere Gedanken nicht nur beim Reden weiterentwickeln, sondern auch beim Schreiben.“

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[7] vgl. Kruse 2014, S. 59 (Link zum Buch). 

Bildnachweis: © Melpomene/ www.de.fotolia.com/ 

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Freitag, 9. Juni 2017, 18:02
So finden Sie Zeit für Ihre Abschlussarbeit

„Für das, was einem wichtig ist, hat man immer Zeit“, hat ein Kollege behauptet. Da ist ein Körnchen Wahrheit dran: Man nimmt sich nämlich Zeit für das, was einem wichtig ist. Das gilt auch für die eigene Abschlussarbeit.

Jede/r von Ihnen hat eine Menge Verpflichtungen, denen sie oder er nachkommen muss. Dann gibt’s noch einiges, das Sie auch tun wollen. All das erfordert Zeit. Bleibt da noch welche zum Schreiben der Abschlussarbeit?

Immer wieder staune ich darüber, was Studierende zusätzlich zu ihrem Studium noch alles in ihrem Alltag unterbringen: Reisen, Hobbys, häufigen Kontakt mit Angehörigen, Freunden und Bekannten. Oft ist dann eine Woche so durchgeplant, dass keine Zeit mehr übrig bleibt.

Was tun? Überlegen Sie, was dringend ist und was warten kann. Setzen Sie Ihre Abschlussarbeit an einen der obersten Plätze auf Ihrer Dringlichkeitsliste. Eine Freundin muss ja nicht gerade jetzt zu Besuch kommen, damit Sie ihr Ihre Stadt zeigen. Sie wiederum müssen aktuell nicht bei jedem Geburtstags-, Tauf- oder sonstigen Fest in ihrem näheren und weiteren Freundeskreis anwesend sein. Ihre Freunde werden es verstehen.

Sorgen Sie dafür, dass Sie regelmäßig Zeit finden für das Schreiben an Ihrer Arbeit. [6] Wenn nötig reservieren Sie fixe Zeiten dafür und tragen Sie diese in Ihren Kalender ein. Halten Sie sich auch daran. So bleiben Sie in Ihrer Arbeit drinnen und können sie Stück für Stück vervollständigen.

Wenn Sie diese vollendet haben, dann macht das Besuchen und Feiern auch wirklich Spaß!

[6] vgl. Huber 2017, S. 58-59 und 71. (siehe Bücher)

Bildnachweis: © "nuruddean"/ www.de.fotolia.com/ 

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Freitag, 21. April 2017, 19:55
Wie finde ich mein Thema?


Sie haben Ihre Idee notiert. Je länger Sie darüber nachdenken, umso verlockender erscheint sie Ihnen. Aber Sie zweifeln daran, ob Ihr Professor das gut fände und ob das ein passendes Thema wäre.
  Vielleicht sollte ich einmal mit ihm darüber reden, denken Sie. Einfach schauen, was er dazu sagt. Aber Sie haben noch nichts, außer dieser Idee. Kein Konzept, keine Gliederung, nicht einmal eine vorläufige; keine Forschungsfrage und keine Liste der dafür in Frage kommenden Literatur. Nur eine Idee – sonst nichts.
  Das ist Ihnen zu wenig. Vielleicht sollten Sie erst mit ihm reden, wenn Sie schon einen Teil Ihrer Arbeit geschrieben haben? Oder wenn sie beinahe fertig ist?
  Was sagt der Lehrende C.W. Müller dazu?
 
„Lieber sind mir, ehrlich gesagt, die Typen von Arbeiten, die mir gewissermaßen in statu nascendi vorgestellt werden. Jemand hat eine Idee, wirklich nur eine Idee (sagt sie oder er entschuldigend)
[…]. Ich nehme mir dann […] zwei Stunden Zeit und eine Flip Chart mit dickem Filzer und bitte die oder den Studierenden vorher, mir die bisherigen Gedanken, so ungegliedert sie auch sein mögen, […] zuzusenden […].
In der Sprechstunde selbst bitte ich dann noch einmal um eine mündliche Erläuterung. Danach versuchen wir beide, in einem brain storming Verfahren zu formulieren, was uns zu dem Vorgetragenen einfällt.“ [4]
 
Diesem Professor reicht also für ein erstes Gespräch eine, wenn auch noch vage Idee.
  Also, falls Sie so eine Idee haben und denken, das wär vielleicht was, dann sprechen Sie mit der Professorin oder dem Dozenten. Womöglich kommen Sie damit Ihrem Thema und Konzept schon einen großen Schritt näher.

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[4] Müller, C. Wolfgang (2001): SchreibLust. Von der Freude am wissenschaftlichen Schreiben. Münster: Votum Verlag, S. 33–34 (Link); s.a. Huber 2017, 134–135.

Bildnachweis: © seqoya/ www.de.fotolia.com/
 
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