19.03.2018 17:06

Ihre Abschlussarbeit beginnt mit einer Idee

Hier erfahren Sie, wie Ihnen eine Information aus einer Lehrveranstaltung und ein Einfall dabei helfen können, das Thema für Ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu finden.

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Studentin sitzt mit Notizblock und Stift auf einer WieseEine Information aus einer Vorlesung ...

Eben noch dachte sie, sie würde diese eineinhalb Stunden nicht durchstehen. Dieses Studium war manchmal so anstrengend! Sie fühlte sich unendlich müde und konnte ihre Augen kaum offenhalten. Es war wieder spät geworden gestern. Doch mit einem Schlag war sie plötzlich hellwach.

Was hatte der Professor da soeben gesagt? In Ihrem Kopf hörte sie es nochmals: „Der Dichter XY hat in seinen Werken sehr gegensätzliche Frauen zu Hauptfiguren gemacht.“

… gibt einen Hinweis für das Thema Ihrer Abschlussarbeit

Es war der Name des Autors, der sie munter machte.
 
Gelesen hatte sie immer schon gern. Aber die Bücher dieses Mannes liebte sie besonders. Wenn sie eines von ihm aufgeschlagen hatte, konnte sie nicht mehr aufhören zu lesen. Sie sah und hörte nichts mehr von dem, was um sie herum geschah. Sie vergaß, wie spät es war, vergaß zu essen, überhörte Nachrichten und E-Mails.

Schon in Ihrer Schulzeit hatte sie sich immer gefreut, wenn eines seiner Werke im Unterricht besprochen wurde.

… und regt zum Weiterdenken an


Das wäre doch etwas für meine Abschlussarbeit, schoss es ihr durch den Kopf. Ich könnte ja zwei seiner Frauenfiguren miteinander vergleichen. 

Sie überlegte, welches seiner Werke dafür geeignet wäre. Dann fiel ihr eines ein, in dem zwei Frauen vorkamen: Eine von ihnen war schüchtern und angepasst, die zweite dagegen eigenwillig und rebellisch. Sie erinnerte sich an Einzelheiten der Handlung und ertappte sich bei dem Versuch, die beiden ausführlicher zu charakterisieren…

Indessen trug der Professor weiter vor. Sie hörte nur mit einem halbem Ohr zu und fragte sich, was sie tun könnte, um ihre Idee vor dem Vergessen-werden zu bewahren.

Warum Sie Ihre Ideen festhalten sollten

Vielleicht ist Ihnen das ja auch schon einmal passiert: Mitten in einer Vorlesung, in einem Seminar oder bei anderer Gelegenheit hatten Sie plötzlich einen Einfall zum Thema Ihrer Abschlussarbeit. Es war etwas, woran Sie zuvor noch nicht gedacht hatten. Oder zumindest nicht so klar. Die Idee erschien Ihnen sehr interessant und passend.

Vielleicht dachten Sie sich: Das merke ich mir ganz bestimmt. Sie nahmen sich das auch fest vor.

Leider ist funktioniert unser Gedächtnis nicht immer so, wie wir uns das wünschen. Nicht immer können wir uns darauf verlassen, dass wir Wichtiges bei Bedarf einfach so wieder abrufen können.

Aber das ist verständlich: Ständig kommen uns neue Einfälle, und neue Eindrücke fesseln unsere Aufmerksamkeit. Die neuen lassen die alten verblassen. Sie verdecken die früheren, die dann im inneren Archiv nach unten oder in einer Art Ablage verschwinden. Ohne ein Etikett oder einen Hinweis, wo sie bei Bedarf wieder zu finden wären.

Notieren Sie Ihre Ideen – z.B. in Ihrem Arbeitsjournal

Daher ist es am besten, wenn Sie solche Ideen unverzüglich aufschreiben. Das können Sie auf unterschiedliche Arten tun: Entweder Sie schreiben sie in Ihr Notizbuch, am seitlichen oder unteren Rand Ihrer Mitschrift. Dann sollten Sie diese Notizen so markieren, dass sie Ihnen beim Durchsehen des Geschriebenen sofort ins Auge springen.

Oder sie notieren Ihre Ideen woanders, z.B. in einem Notizheft oder Notizbuch, das Sie immer bei sich tragen.

Sie können aber auch extra eines dafür anlegen und da alles hineinschreiben, was Ihnen, bunt gemischt, zu Ihrer Abschlussarbeit ein- und auffällt. Das können Sie dann Ihr Tagebuch nennen, Ihr Arbeits- oder wissenschaftliches Journal – je nachdem, was Ihnen besser gefällt. [1]

Um dieses Notizbuch noch lieber zur Hand zu nehmen, können Sie auch den Umschlag oder die erste Seite mit kleinen Zeichnungen verschönern. Entweder mit Motiven wie z.B. Blumen, mit einer Schmuckgirlande, oder mit geometrischen Motiven. Auch in verschiedenen Farben. So, wie Sie es gerne mögen.

Dann macht es Ihnen noch mehr Freude, damit zu arbeiten.

Später, beim Durchblättern Ihrer Notizen, entdecken Sie dann nicht nur Hinweise auf mögliche Themen. Sie finden darin womöglich auch schon Ideen zur Gestaltung Ihrer Arbeit und zu einzelnen Wissensbausteinen, die Sie dafür verwenden können.

Das wird Ihnen den Anfang Ihrer Arbeit erleichtern.

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[1] mehr dazu in: Boeglin, Martha: Wissenschaftlich arbeiten Schritt für Schritt. Gelassen und effektiv studieren. 2., durchges. Aufl. UTB, W. Fink Verlag, München 2012. http://www.utb-shop.de/9783825237011

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